15+ typische Fehler im Umgang mit Geld – und wie du sie vermeidest

15+ typische Fehler im Umgang mit Geld – und wie du sie vermeidest

Denkst du dir manchmal auch „Ich müsste mich echt mal um meine Finanzen kümmern.“ Und zack… 5 Minuten später bestellst du dir dann doch wieder Sushi, statt dem Brokkoli aus dem Kühlschrank eine zweite Chance zu geben.

Der Umgang mit Geld ist für viele wie ein Besuch beim Zahnarzt oder die Steuererklärung. Man weiß, es wär wichtig – aber irgendwie will man’s lieber nicht so genau wissen. Und genau da fängts an.

Denn die meisten Geldprobleme entstehen nicht über Nacht. Sondern durch viele kleine, unbewusste Entscheidungen, Denkfehler – und das gute alte wegschauen.

In diesem Artikel zeig ich dir 15+ typische Geld-Fails, in die fast jede*r mal tappt – und wie du sie vermeidest. Ohne Fachchinesisch, aber mit ehrlichen Aha-Momenten und ein bisschen Humor. Denn das Leben ist schon ernst genug.

Warum viele gar nicht erst anfangen

Fangen wir mal ehrlich an: Viele wollen sich eigentlich mit ihrem Geld beschäftigen – tun’s dann aber doch nicht.
Nicht, weil sie faul sind. Sondern weil irgendwas dazwischenfunkt: Stress, Scham, Unsicherheit… oder halt Netflix.

Das Thema Finanzen fühlt sich oft so an wie der Kram auf dem Dachboden: Man weiß, man müsste mal reinschauen – aber wer hat schon Lust auf Staub und Chaos?

Und genau deshalb starten viele nie. Sie vermeiden das Thema komplett, schieben’s auf „nächste Woche“ – und zack, sind fünf Jahre rum. Mit jeder Menge verpasster Chancen.

In diesem Kapitel schauen wir uns an, warum der erste Schritt so verdammt schwerfällt, welche inneren Blockaden dich ausbremsen – und wie du sie endlich loswirst. Denn Geldprobleme entstehen selten durch Mathe – sondern durch’s Nichtstun.

#1 Nichtstun / Thema Finanzen vermeiden

typische Fehler im Umgang mit Geld #1 Nichtstun / Thema Finanzen vermeiden
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„Das Thema Finanzen? Ja, ja… das mach ich nächste Woche!“
Ja sicher. Genauso wie den Zahnarzttermin, den du schon seit über einem Jahr vor dir herschiebst. Willkommen in der Komfortzone, wo der Umgang mit Geld konsequent auf „später“ verschoben wird.

Hier passiert nämlich genau … nix. Außer dass dein Geld leise winkt und sich aus dem Staub macht.

Der größte Fehler ist nicht, einen Fehler zu machen.
Der größte Fehler ist: nichts zu machen.

Vor allem, wenn’s um den eigenen Umgang mit Geld geht – denn wer gar nicht hinschaut, bleibt im finanziellen Blindflug.

Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit als „Finanzvermeider erster Klasse“.
Rechnungen? Hab ich nicht geöffnet, sondern gestapelt – ganz nach dem Motto: „Wenn ich’s nicht seh, tut’s nicht weh.“

Tja… und dann – welch Überraschung – kam die erste Mahnung, die zweite und zack – der Brief vom Inkassobüro samt Mahnspesen plus Gebühren.

Warum wir Finanzen meiden

  • Angst vor der Wahrheit („Ich will gar nicht wissen, wie schlimm’s ist…“)
  • Überforderung („Wo fang ich überhaupt an?“)
  • Scham („Andere haben das im Griff, nur ich nicht…“)
  • Langeweile („Zahlen sind sooo trocken…“)

Was du stattdessen tun kannst

Fang klein an und schau mal wo du finanziell überhaupt stehst. Check deine Einnahmen und Ausgaben – und fang an, ein Haushaltsbuch zu führen. Wie das geht erfährst du in diesem 📖 ​Artikel: Haushaltsbuch führen leicht gemacht

Fazit: Du musst nicht alles sofort auf die Reihe kriegen – aber du musst anfangen. Denn jedes Wegschauen hält dich im Kreis der Vermeidung, während dein Konto still und heimlich leidet.

Ein kleiner Schritt reicht: Überblick gewinnen, Haushaltsbuch starten, Verantwortung übernehmen. Nicht für die perfekte Lösung – sondern für deinen ersten echten Fortschritt.

#2 Nicht über Geld sprechen

typische Fehler im Umgang mit Geld #2 Nicht über Geld sprechen
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„Über Geld spricht man nicht – man hat es.“
Joa… blöder Spruch. Vor allem, wenn man’s eben nicht hat.

In vielen Familien, Beziehungen und Freundeskreisen ist Geld immer noch das große Tabuthema. Stattdessen wird lieber wird über Ernährung, Sex oder die neueste Netflix-Serie diskutiert – aber über Geld oder die Frage: „Wie viel gibst du eigentlich für Fixkosten aus?“ …? Stille.

Warum wir nicht über Geld sprechen

Weil wir’s nie gelernt haben.
Wer offen über Geld redet, wurde früher schräg angeschaut – so als wär’s unhöflich.

Weil wir uns unbewusst vergleichen.
Und meistens schlechter abschneiden – zumindest gefühlt.

Oder besser – und das ist auch unangenehm.
Denn wer finanziell gut dasteht, will dem anderen auch kein schlechtes Gefühl geben. Also lieber schweigen, statt sagen: „Ich hab mein Notgroschen-Ziel schon erreicht.“

Weil wir Angst haben, uns zu blamieren.
„Was, du hast keinen ETF-Sparplan?“ – lieber nix sagen, als sich erklären zu müssen.

Was du stattdessen tun kannst

Sprich drüber. Ernsthaft.
Such dir eine Person, der du vertraust – und fang locker an. „Hey, ich versuch grad, meine Finanzen in den Griff zu bekommen – wie machst du das eigentlich?“
Du wirst überrascht sein, wie viele dem Thema gegenüber offen sind.

In der Beziehung? Redet regelmäßig über Geld.
Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Teamwork.
Hier findest du 15 Tipps, wie ihr als Paar finanzielle Schwierigkeiten vermeidet

Tausch dich online aus.
Foren, Kommentare, Communities – manchmal ist es leichter, mit „Fremden“ zu starten.

Fazit: Geld ist kein Tabu. Es ist ein Werkzeug, das man verstehen, nutzen und weitergeben kann. Je offener du redest, desto mehr Klarheit bekommst du – für dich und andere.

Und mal ehrlich: Wer offen mit Geld umgeht, wirkt nicht nur souveräner, sondern hat oft auch mehr davon.

#3 Fehlendes Finanz Wissen

typische Fehler im Umgang mit Geld #3 Fehlendes Finanz Wissen
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„Finanzen? Hab ich nie gelernt – das ist nix für mich.“
Kommt dir bekannt vor? Willkommen im Club – ich hab’s auch nicht in der Schule gelernt. Statt „Wie zahle ich meine Miete und hab trotzdem genug für Monat?“, gab’s „Faust“. Und ich so: Perfekt – Tragödie hab ich auch am Konto.

Aber hier ist der Haken:
Nur weil du’s nie gelernt hast, heißt das nicht, dass du’s nicht lernen kannst.

Denn mal ehrlich – du hast doch auch gelernt, wie man E-Mails schreibt, die Waschmaschine bedient und Fahrrad fährt. Oder?

Warum uns das Finanz Wissen fehlt

Weil’s nie Teil unserer Bildung war
Schule? Fehlanzeige. Eltern? Haben’s selbst nicht besser gewusst.

Weil Verantwortung manchmal unbequem ist
Wenn du plötzlich weißt, wo dein Geld versickert, musst du was ändern. Und das ist… anstrengend. Aber auch verdammt befreiend.

Weil wir glauben, Finanzen sind nur was für „BWLer“ oder „reiche Leute“
Spoiler: Gerade wenn du nicht reich bist, ist finanzielle Verantwortung umso wichtiger.

Was du stattdessen tun kannst

Wissen aufbauen – aber bitte ohne Fachchinesisch
Lies Artikel, die’s auf den Punkt bringen (so wie hier 😎).
Hier erfährst du: Warum finanzielle Bildung so wichtig ist

Eigenverantwortung übernehmen – ganz ohne Schuldgefühle
Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Sondern darum, zu sagen:
„Okay, ich übernehme jetzt das Steuer – auch wenn ich erst mal nur Schritttempo fahre.“

Dranbleiben – lieber regelmäßig klein als einmal groß und nie wieder
10 Minuten pro Woche bringen dich weiter als 3 Stunden Chaos im Quartal.

Fazit: Finanzielle Verantwortung ist wie Zähneputzen. Macht keinen Spaß, aber wenn du’s regelmäßig machst, bleibt dir viel erspart.

Und keine Sorge: Du musst kein Börsenguru werden.
Du musst nur anfangen, dein Geld nicht mehr auf Autopilot laufen zu lassen.

Kein Überblick, kein Plan – der Blick fürs Ganze fehlt

Geld ist da – aber irgendwie auch wieder weg. Kommt rein, geht raus – und du denkst dir am 20. des Monats: „Hä? Schon wieder?“

Das Problem: Viele haben kein echtes System, sondern leben nach dem „Konto-nach-Gefühl“-Prinzip.…statt einen klaren Umgang mit Geld zu entwickeln, der ihnen wirklich hilft. Man zahlt, so lang´s geht – und wenn’s nicht mehr geht, hofft man, dass der Monat schneller rum ist als das Geld.

Was fehlt? Der Blick fürs Ganze.
Wie viel gibst du jeden Monat wirklich für Fixkosten aus? Welche Abos laufen da noch so still im Hintergrund mit? Und was frisst dein Geld eigentlich ganz heimlich auf?

In diesem Kapitel schauen wir auf all die kleinen Lecks im Finanzschiff: fehlender Überblick, unnötige Ausgaben, ungenutzte Abos und Verträge, die längst ein Upgrade (oder besser: eine Kündigung) vertragen hätten.

Wer keine Ahnung hat, wo sein Geld bleibt, verliert nicht nur die Kontrolle – sondern verschwendet auch jede Menge Potenzial.

#4 Fehlender Überblick über Finanzen

typische Fehler im Umgang mit Geld #4 Fehlender Überblick über Finanzen
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Du kennst das vielleicht: Geld kommt rein, Geld geht raus – und irgendwo dazwischen… „Warte mal, wie bin ich eigentlich schon wieder bei unter 100 Euro?“

Der Klassiker: Kein Überblick. Keine Ahnung. Und am Ende viel Frust.

Ich war früher Meister im „Konto-nach-Gefühl“-Prinzip
Einfach auf gut Glück mit der Karte zahlen – und wenn’s nicht ging, tja dann war wohl schon wieder Monatsende. Konto leer = Spiel vorbei. Game over.
Nur halt jeden Monat neu.

Warum dir der Überblick fehlt

  • Weil du kein System hast – nur spontane Reaktionen
  • Weil du zwar fühlst, dass’s eng wird, aber nicht weißt, warum
  • Weil’s einfacher ist, wegzusehen, als ehrlich hinzuschauen

Was du stattdessen tun kannst

Track deine Ausgaben – auch wenn’s nervt.
Keine Raketenwissenschaft. Einfach mal 7 Tage alles notieren. Danach weißt du mehr als nach 7 Jahren „Gefühlsmanagement“.

Kategorisier deine Fixkosten.
Miete, Strom, Handy, Abo XYZ… was ist wirklich fix, und was ist überflüssig?

Nutze eine App oder Excel – Hauptsache, du hast was vor dir.
Visuelle Kontrolle wirkt Wunder. Und ja, Tabellen können sexy sein. Zumindest fürs Konto.

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Fazit: Ohne Überblick tappst du jeden Monat im Dunkeln – und wunderst dich, warum am 20. schon Schluss ist. Aber mit ein bisschen Struktur wird’s plötzlich glasklar: Wo dein Geld bleibt, wer es frisst – und wie du’s zurückholst.

#5 Preise nicht vergleichen

typische Fehler im Umgang mit Geld #5 Preise nicht vergleichen
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„Ach, der Tarif wird schon passen.“
Ja klar. Und das erste Angebot ist immer das beste… nicht.

Wer Preise nicht vergleicht, zahlt drauf – Monat für Monat.
Und das Beste daran: Du merkst es meistens nicht mal.
Weil’s sich so „normal“ anfühlt, den Handytarif vom letzten Jahrzehnt noch immer zu haben.

Warum wir Preise nicht vergleichen

  • Weil wir denken: „So groß ist der Unterschied eh nicht.“
  • Weil’s nervt, sich durch Anbieter-Dschungel zu klicken
  • Weil wir bequem sind und sagen: „Läuft ja…“ – nur halt teuer

Ich geb’s zu: Ich hab früher auch gedacht, dass ein Wechsel zu aufwändig ist.
Bis ich’s einfach gemacht hab – ein paar Klicks, 2 Minuten später: fertig.
Und zack – plötzlich 180 € im Jahr gespart.

Was du stattdessen tun kannst

Setz dir eine Erinnerung:
1x im Jahr Tarifcheck – z. B. im Kalender im März: Frühjahrsputz fürs Konto.

Strom, Gas, Internet & Handy regelmäßig vergleichen
Spart bares Geld und dauert keine 5 Minuten.

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Fazit: Wenn du nicht vergleichst, zahlst du drauf.
Und nein, es geht nicht ums Geizig sein – sondern darum, kein Geld sinnlos zu verbrennen.
Denn: Was du nicht ausgibst, musst du weder zusätzlich verdienen noch einsparen – sondern kannst es klug investieren.

#6 Ungenutzte Abos

typische Fehler im Umgang mit Geld #6 Ungenutzte Abos
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Fitnessstudio, das du seit Februar nicht betreten hast?
Disney, obwohl du die letzte Serie abgebrochen hast?

Willkommen im Abo-Dschungel, wo kleine Beträge sich zu großen Löchern im Budget summieren – ganz still und leise versteht sich.

Ich hab irgendwann mal ein Probeabo abgeschlossen, das ich „eh gleich kündigen“ wollte. Spoiler: Hab ich nicht.
Drei Monate später war ich 100 € ärmer – und hatte genau… nichts davon.

Warum wir Abos weiterzahlen – obwohl wir sie nicht nutzen

  • Weil sie automatisch abbuchen – und wir’s kaum merken
  • Weil 5,99 € auf den ersten Blick nicht wehtun
  • Weil kündigen nervt (ja, ich weiß…)
  • Weil wir denken: „Vielleicht brauch ich’s ja wieder.“ (Tun wir aber selten.)

Was du stattdessen tun kannst

Mach den Abo-Check:
Geh deine Kontoauszüge oder App-Store-Abos durch.
Schreib dir alles auf – du wirst überrascht sein, was da alles mitläuft.

Kündige kompromisslos:
Alles, was du in den letzten 30 Tagen nicht genutzt hast, kann erstmal weg.
Du kannst es jederzeit wieder aktivieren – aber bis dahin spart’s dir Geld.

Erinnerung setzen:
Beim nächsten Abo: gleich Kündigungserinnerung im Kalender speichern – oder direkt kündigen und trotzdem den kostenlosen Zeitraum nutzen.

Fazit: Diese kleinen 3- bis 10-Euro-Abos?
Können dich im Jahr locker mehr als 150 Euro kosten – für nichts.
Mach Schluss damit und behalt nur, was du wirklich nutzt.

#7 Bequemlichkeit bei Versicherungen und Verträgen

typische Fehler im Umgang mit Geld #7 Bequemlichkeit bei Versicherungen und Verträgen
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Versicherungen sind wie Rauchmelder: Man denkt nicht an sie – bis es brennt.
Und selbst dann hat man meistens keinen Plan, was eigentlich abgedeckt ist.

Ich hab früher geglaubt, ich sei „eh gut versichert“.
Spoiler: Ich hatte eine Haushaltsversicherung die war aus der Zeit, als ich noch in einer 30 m²-WG gewohnt hab.
Ergebnis: Zuviel gezahlt, zu wenig geschützt.

Warum wir nachlässig sind

  • Weil sie langweilig wirken – und nach Papierkram schreien
  • Weil wir nicht genau wissen, was wir wirklich brauchen
  • Weil der letzte Vertragsabschluss aus der „Berater-im-Wohnzimmer“-Ära stammt
  • Weil man sie abschließt – und dann einfach vergisst

Was du stattdessen tun kannst

Mach den Versicherungs-Check:
Was brauchst du wirklich? Was ist doppelt? Was ist veraltet?

Setz dir einen Reminder:
Einmal im Jahr „Vertragstag“ – 1 Stunde, 1 Kaffee, 1 Hunderter gespart (mindestens).

Sei mal ehrlich:
Wann hast du dir das letzte Mal Gedanken über deine Versicherungen gemacht?
Nicht so „irgendwann vor zwei Jahren beim Umzug“ – sondern wirklich.

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Fazit: Mach den Frühjahrsputz bei deinen Verträgen. Es kostet dich vielleicht eine Stunde – aber spart dir oft hunderte Euro im Jahr.

Aktive Fehlentscheidungen im Alltag

Bis jetzt ging’s um die Klassiker: Aufschieben. Wegsehen. „Mach ich irgendwann mal“. Aber manchmal ist’s nicht das, was wir nicht tun – sondern genau das, was wir tun, obwohl wir eigentlich besser wissen müssten, dass es uns schadet.

Die Impulsbestellung um Mitternacht, obwohl du gar nichts brauchst. Der „Gönn-dir“-Kaffee für 5 €, jeden. einzelnen. Morgen. Oder der neue Fernseher auf Raten, obwohl der alte noch super läuft.

Willkommen bei den aktiven Geld-Fails – den kleinen Entscheidungen, die sich jetzt gut anfühlen, aber dich später ganz schön teuer zu stehen kommen.

Ein bewusster Umgang mit Geld heißt nicht, dass du dir nie wieder was gönnst – sondern, dass du nicht jeden Kauf dem Zufall überlässt.

In diesem Kapitel geht’s um genau diese Entscheidungen. Warum wir sie treffen, obwohl wir’s besser wissen – und wie du dich beim nächsten Mal bewusst dagegen entscheidest. Nicht für Verzicht. Sondern für mehr Freiheit.

#8 Unnötige Impulskäufe

typische Fehler im Umgang mit Geld #8 Unnötige Impulskäufe
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Nur mal kurz bei Amazon reinschauen…
3 Tabs später: ein Schnell Ladekabel, den dritten Troyer (in blau) und neue Aufsätze für die elektrische Zahnbürste.

Impulskäufe sind wie Snacks beim Warten an der Kassa im Supermarkt – eigentlich brauchst du nix davon, aber irgendwie ist’s halt passiert.
Und das Problem ist: Sie summieren sich.

Ich erinnere mich noch an eine Zeit, da hab ich bei jedem „Mid-Season-Sale“ gedacht: „Da spar ich doch was!“ Nimm 4 zahl 3. Super.
Was ich wirklich gespart hab? Nix!
Was ich dafür hatte? Drei fast gleiche Pullis – und ein schlechtes Gewissen.

Warum wir impulsiv kaufen

  • Weil’s leicht ist (2 Klicks & zack – gekauft)
  • Weil uns Werbung dauernd triggert („Nur noch heute!“)
  • Weil wir’s uns „gönnen wollen“ – als Belohnung, Trost oder Langeweile
  • Weil’s einfach verdammt gut verpackt ist

Was du stattdessen tun kannst

Die 24-Stunden-Regel:
Wenn du etwas willst: setz es auf die Wunschliste und warte 24 Stunden.
Wenn du’s dann immer noch willst – okay. Aber oft ist der „Kauf Reiz“ dann schon weg.

Trigger erkennen:
Kaufst du, wenn dir langweilig ist? Du gestresst oder frustriert bist?
Dann ist’s kein Einkauf, sondern Selbstberuhigung – und dafür gibt’s bessere Strategien (z. B. Spazierengehen, Sport, Musik oder… ein Schokoriegel😋​).

Barriere einbauen:
Keine gespeicherten Zahlungsdaten, kein automatischer Login im Shop.
Jeder zusätzliche Klick gibt dir Zeit, nachzudenken.

Ausmisten statt Neukaufen:
Probier´s mal aus: 1 Teil raus, bevor 1 Teil rein darf.
Plötzlich merkst du, wie viel du eigentlich schon hast – und wie wenig du in Wirklichkeit brauchst

Fazit: Impulskäufe fühlen sich im Moment gut an – und danach oft falsch.
Es geht nicht darum, sich nix mehr zu gönnen.
Aber wer immer spontan kauft, verliert langfristig nicht nur den Überblick – sondern sein Geld gleich mit.

Wer einen reflektierten Umgang mit Geld hat, weiß: Nicht jeder Kauf ist gleich ein Gewinn.

#9 Leben über die Verhältnisse

typische Fehler im Umgang mit Geld #9 Leben über die Verhältnisse
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Kommt dir das bekannt vor? „Ich verdien eh ganz gut – aber am Ende vom Monat, ist trotzdem irgendwie nix übrig.“

Das Problem dabei ist nicht das Einkommen. Sondern den Lifestyle, den man sich damit angewöhnt. Denn dann wird auf einmal der 5 €-Coffee-to-go zur täglichen Routine und das neue Smartphone „brauchst“ du ja, weil es 150 GB mehr Speicher als dein jetziges hat.

Warum wir über unsere Verhältnisse leben

  • Weil wir mit dem Gehalt automatisch den Lebensstil anheben
  • Weil wir Status mit Erfolg verwechseln
  • Weil wir uns mit anderen vergleichen – und mithalten wollen
  • Weil „gönn dir“ mittlerweile eine Finanzstrategie geworden ist

Was du stattdessen tun kannst

Mach einen ehrlichen Lebensstil-Check:
Schreib mal auf, wie viel deines Einkommens in „Nice-to-have“ statt „Must-have“ fließt. Du wirst überrascht sein.

Setz dir feste Spar- und Konsumgrenzen:
Z. B. maximal 200 € im Monat für „Luxus-Zeugs“ – und wenn’s weg ist, ist’s weg.

Vermeide Lifestyle-Inflation:
Nur weil du mehr verdienst, musst du nicht mehr ausgeben.
Wie du dir finanzielle Ziele richtig setzt, erfährst du hier:
📖​ Artikel: Finanzielle Ziele setzen? Dein 5 Schritte Plan für mehr Geld

Schau auf dich – nicht auf andere:
Nur weil dein Nachbar das neueste E-Auto fährt, heißt das nicht, dass er keine Leasingraten hat, die ihn nachts wach halten (oder er von seiner Tante etwas geerbt hat).

Fazit: Leben über die Verhältnisse ist kein Luxus sondern Dummheit.
Du tauschst finanzielle Freiheit gegen kurzfristige Befriedigung.
Das gute jedoch ist: Du kannst da jederzeit raus – Trau dich!

#10 Schulden machen, insbesondere Konsumschulden

typische Fehler im Umgang mit Geld #10 Schulden machen, insbesondere Konsumschulden
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„Kaufen Sie jetzt – zahlen Sie später.“ Klingt harmlos. Ist es aber nicht.

Ratenzahlung, 0 %-Finanzierung, „Buy now, cry later“… äh… pay later – der Konsumschulden Klassiker hat viele Gesichter.
Und ehe du dich versiehst, zahlst du drei Dinge gleichzeitig ab:
Laptop, die Couch und den Sommerurlaub… von vor zwei Jahren.

Ich kenn´s ja selber. „30 € im Monat für dieses neue Smartphone. Ja geil, das nehm ich das merk ich eh nicht.“ Und 6 Monate später… war das neue Smartphone hin,
weil´s nen Köpfler vom Couchtisch gemacht und das Display gesprengt hat. Tja, das Handy war somit weg – die Raten… jedoch nicht.

Warum wir Konsumschulden machen

  • Weil es einfach gemacht wird (Klick & gekauft – ohne echtes Geldgefühl)
  • Weil Raten so „harmlos“ wirken
  • Weil wir uns etwas „gönnen“ wollen – auch wenn’s eigentlich nicht drin ist
  • Weil Werbung uns vorgaukelt: Du bist erst „wer“, wenn du’s hast

Was du stattdessen tun kannst

Mach Schulden sichtbar:
Schreib dir alle laufenden Ratenzahlungen auf – egal wie klein.
Hier findest du 7 einfache Tipps, wie du Schulden vermeiden kannst:
📖​ Artikel: Schulden vermeiden – So klappts bestimmt!

Darauf Sparen, statt nachzuzahlen:
Wenn du etwas willst, leg das Geld dafür zurück.
Der Kauf macht gleich doppelt Freude – weil du’s dir dann auch wirklich leisten kannst.

Vermeide „Buy now, cry later“-Angebote:
Wenn es nichts ist was du unbedingt brauchst wie z.B: Waschmaschine, Herd etc… dann lass es

Zahle kleine Schulden gezielt ab:
Eine nach der anderen. Was weg ist, ist weg – und macht wieder frei.

Fazit: Konsumschulden sind wie ein Rucksack voller Steine.
Du merkst erst, wie schwer er war, wenn du ihn abwirfst.
Also: Leichter leben, klüger kaufen.

Fehlendes Sicherheitsnetz

Du kannst noch so gut mit Geld umgehen – wenn das Leben plötzlich um die Ecke biegt, wird’s schnell eng. Waschmaschine kaputt. Auto streikt. Job weg. Und auf dem Konto? Flaute.

Was dann fehlt, ist nicht Mut oder Durchhaltevermögen – sondern ein Sicherheitsnetz. Rücklagen für den Notfall. Altersvorsorge für später. Zwei Dinge, die du erst dann wirklich vermisst, wenn’s fast schon zu spät ist.

In diesem Kapitel schauen wir uns an, warum viele das Thema Sicherheit auf später verschieben, warum das gefährlich ist – und wie du mit ein paar einfachen Schritten ein stabiles finanzielles Fundament aufbaust.

Kein Drama, kein Druck. Nur ein smarter Plan B. Und C. Für dich, dein Konto – und deine Nerven.

#11 Keine Rücklagen bilden

typische Fehler im Umgang mit Geld #11 Keine Rücklagen bilden
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Der Notgroschen ist wie ein Sicherheitsgurt – du merkst erst, wie wichtig er ist, wenn’s kracht. Und glaub mir: Früher oder später passiert’s.
Nicht weil du Pech hast, sondern weil das Leben einfach manchmal teurer ist, als geplant.

Ob die Waschmaschine den Geist aufgibt, das Auto plötzlich quietscht oder du unerwartet eine Job Pause einlegen musst – wenn du keine Rücklagen hast, wird’s stressig. Und zwar nicht nur finanziell, sondern auch emotional.

Warum wir keine Rücklagen bilden

  • Weil’s sich nach Verzicht anfühlt („Ich will jetzt leben – nicht sparen für ‘was sein könnte.’“)
  • Weil’s unsexy klingt – so wie „Winterreifen wechseln“
  • Weil man denkt: „Ich komm schon irgendwie durch.“ (Stimmt – bis man’s mal nicht tut.)

Was du stattdessen tun kannst

Starte mit einem Ziel:
So z.B: einen Notgroschen für schlechte Tage aufbauen. Wie das geht erfährst du hier: 📖​ Artikel: Dein Notgroschen. Wie hoch sollte der sein?

Automatisiere das Sparen:
Richte einen Dauerauftrag ein – 50 € am Monatsanfang. Aus den Augen aus dem Sinn bzw. direkt aufs Sparkonto. So wächst dein Polster ganz nebenbei.

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Fazit: Teil eines gesunden Umgangs mit Geld ist, dass man nicht nur ans Heute denkt – sondern auch ans Morgen. Ein Notgroschen ist nicht nur was für Spießer – er ist smart. Er nimmt dir nicht die Freiheit, er gibt sie dir zurück.

Denn wenn du weißt, dass du jederzeit eine Panne, eine Rechnung oder sogar eine Jobpause abfedern kannst… dann schläfst du einfach besser.

#12 Altersvorsorge auf später verschieben

typische Fehler im Umgang mit Geld #12 Altersvorsorge auf später verschieben
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„Altersvorsorge? Darum kümmer ich mich, wenn ich älter bin…“
Ja klar. Und das machen dann alle gleichzeitig – mit 58.
Das Problem: Je später du anfängst, desto härter musst du sparen.
Und desto mehr verlässt du dich auf Hoffnung statt auf Planung –
und darauf, dass die gesetzliche Pension das schon irgendwie richten wird.

Ich selbst hab das Thema ehrlich gesagt auch viel zu lang ignoriert.
Ich hab erst mit 38 hab meinen ersten ETF-Sparplan gestartet.
Und ja – wär ich früher eingestiegen, hätte ich heute deutlich mehr Geld.
Aber weißt du was? Lieber mit 38 starten, als mit 58 immer noch Ausreden finden.

Warum wir das Thema gern aufschieben

  • Weil es trocken und kompliziert wirkt
  • Weil „die Pension/Rente“ sich so weit weg anfühlt
  • Weil wir hoffen, dass „der Staat schon was machen wird“
  • Weil viele gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen

Was du stattdessen tun kannst

Mach einen ersten Check:
Wie viel gesetzliche Pension bekommst du (voraussichtlich)? Wie viel brauchst du eigentlich zum Leben? Wenn du hier zum ersten Mal nachdenkst, bist du schon weiter als 80 % der Leute.

Für eine genaue Berechnung deiner individuellen Pensionshöhe empfiehlt es sich, Kontakt mit deinem zuständigen Pensionsversicherungsträger aufzunehmen.

Je früher du beginnst, desto entspannter wird´s am Ende:
Fängst du mit 25 an, reicht oft ein kleiner Betrag. Sparst du hingegen erst mit 45, wird’s eng. Das ist keine Panikmache – das ist Mathe.

Du kannst dazu einfach den Zinseszins Rechner verwenden.

Und falls du nicht weißt, wo du beginnen sollst: Fang beim Fundament an – deinem Depot.

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Denn ein eigenes Depot ist der perfekte Einstieg, um Schritt für Schritt langfristig ein Vermögen aufzubauen. So kann sich dein Geld mit der Zeit vermehren – während du dich auf die Dinge konzentrierst, die dir wirklich wichtig sind.

Die Eröffnung deines Depots ist übrigens schnell erledigt und du legst damit ganz entspannt den Grundstein für deine finanzielle Zukunft. Denn clever investieren beginnt mit dem richtigen Depot!

Die besten und aktuellsten Vergleiche findest du hier:


Fazit: Altersvorsorge ist kein Thema für später – sondern ein Geschenk an dein zukünftiges Ich. Je früher du anfängst, desto kleiner ist der Aufwand. Und desto größer ist dein Spielraum.

Denn am Ende willst du nicht überlegen, wie du deine Rente überlebst,
sondern wie du sie genießt.

Ursachen und Denkfehler die dich Geld kosten

Manchmal ist nicht das Konto das Problem – sondern das, was wir über Geld denken.

Wir sparen brav aufs Sparbuch, weil wir’s halt so gelernt haben. Wir verschieben die Altersvorsorge auf „später“, weil’s gerade nicht brennt. Und wenn die halbe Telegram-Gruppe sagt, Krypto sei jetzt the next big thing, zuckt unser Finger Richtung „Kaufen“-Button – obwohl wir keine Ahnung haben, worum’s eigentlich geht.

Kurz gesagt: Unsere Glaubenssätze und Denkfehler sabotieren uns oft mehr als unser Einkaufsverhalten weil sie unseren Umgang mit Geld unbewusst prägen – oft zu unserem Nachteil.

In diesem Kapitel schauen wir uns an, welche Denkmuster dich Monat für Monat Geld kosten – und wie du sie durchbrichst, ohne dein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.

Denn manchmal reicht schon ein anderer Blick auf’s Thema, damit plötzlich alles anders läuft.

#13 Falsches Verständnis von Sparen und Investieren

typische Fehler im Umgang mit Geld #13 Falsches Verständnis von Sparen und Investieren
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Viele sparen „auf Nummer sicher“ – aufs Sparbuch, aufs Girokonto, vielleicht sogar unter die Matratze oder in die Keksdose mit dem Aufkleber „Nicht anfassen!“ Das fühlt sich ja erstmal auch vernünftig an.
Aber in Zeiten von Inflation heißt das: Du sparst dich arm.

Und beim Investieren? Da wird’s richtig wild.
„Viel zu riskant!“, „Ich kenn mich da nicht aus!“, oder mein absoluter Favorit:
„Ich fang erst an, wenn ich mehr Geld hab.“

Aber du fängst ja auch nicht erst zum trainieren an wenn du bereits ein Sixpack hast, oder?

Wie du richtig zwischen Sparen und Investieren unterscheidest, erfährst du in diesem 📖​ Artikel: Sparen oder Investieren – kennst du den Unterschied?

Doch ich muss zugeben, ich hab das viel zu lange selbst geglaubt.
„Erst sparen, dann irgendwann mal investieren.“
Tja – hätte ich früher verstanden, wie ETFs und vor allem der Zinseszinseffekt funktionieren, hätte ich heute bestimmt nur noch einen 20 Stunden Job.

Warum wir falsch sparen – oder erst gar nicht investieren

  • Weil Investieren nach Risiko klingt (dabei ist Nichtstun viel riskanter)
  • Weil uns nie jemand gezeigt hat, wie einfach es eigentlich sein kann
  • Weil wir denken: „Dafür bin ich zu spät dran.“ (Nein, bist du nicht!)

Was du stattdessen tun kannst

Denk an das „Wofür“
Spar nicht einfach so – sondern für etwas Konkretes z.B: den nächsten Urlaub
Das macht’s greifbarer und motiviert.

Investiere vorerst einen kleinen Betrag – aber dafür regelmäßig
Du musst nicht gleich mit 500 € beginnen. Fang klein an, 50-100 € im Monat reichen vorerst mal aus. Fang einfach mal. Steigern kannst du dich noch immer.

Fazit: Sparen ist wichtig – Investieren ist wichtiger.
Aber nur sparen ohne Plan (vor allem ohne Rendite / Verzinsung) – ist wie laufen auf dem Laufband. Du bewegst dich zwar, aber voran kommst du nicht wirklich.
Sei schlauer und denk langfristig.

#14 Der Hier und Jetzt Fehler

typische Fehler im Umgang mit Geld #14 Der Hier und Jetzt Fehler
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„Ich lebe im Hier und Jetzt.“
Klingt erstmal nach Achtsamkeit, Freiheit, YOLO – und einem Instagram-Zitat.
Aber finanziell gesehen ist der Hier und Jetzt Fehler oft der Anfang vom Dauer-Minus.

Was sich jetzt gut anfühlt, ist oft genau auch das, was dein Konto jetzt belastet. Doch was uns später was bringen würde, bringt jetzt erstmal… nichts. Kein Dopamin. Kein Applaus. Nichts. Nada.

Und genau da liegt das Problem:
Wir Menschen sind einfach nicht gut darin, langfristige Vorteile zu priorisieren, wenn uns kurzfristige Belohnung anlacht.

Warum wir in die Hier und Jetzt Falle tappen

  • Weil das Gehirn kurzfristige Belohnung mehr liebt als langfristige Sicherheit
  • Weil „Investieren“ oder „Rücklagen“ null emotionales Feedback auslösen
  • Weil wir denken: „Später ist noch weit weg.“
  • Und weil wir Angst haben, uns heute zu viel zu nehmen, nur um „vielleicht“ morgen besser dazustehen

Was du stattdessen tun kannst

Mach Zukunft greifbar:
Stell dir vor, wie dein Leben in 10 Jahren aussieht – mit einem finanziellem Polster vs. ohne. Klingt wie ein Kalenderspruch – funktioniert aber.

Setz dir bewusst kurzfristige Ziele mit langfristigem Effekt:
z. B: 1000 € Notgroschen → weniger Stress.
ETF-Sparplan → kleiner Betrag (Dank Zinseszins) große Wirkung

Belohn dich ohne die Zukunft zu sabotieren:
Gönn dir ruhig was – aber mit System. z. B: 70 % für Sparziele, 30 % für den Spaß-Topf. So bleibt’s im Rahmen – und du hast am Monatsende beides: Fortschritt und Freude.

Fazit: Wer immer nur im Jetzt lebt, wacht irgendwann in einer Zukunft auf, die er sich nie gewünscht hat.
Finanzielle Freiheit entsteht nicht über Nacht – sondern über viele kleine „Heute entscheide ich anders“-Momente.

Also: Denk heute – an morgen.

#15 Finanz-Falle Freundeskreis

typische Fehler im Umgang mit Geld #15 Finanz-Falle Freundeskreis
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Kennst du das? Dein bester Freund hat das neueste Smartphone – und plötzlich möchtest du auch eins. Oder, er kauft sich neue Schuhe und du denkst dir „Ja eigentlich, könnt ich auch neue brauchen.“

Willkommen in der stillen Mitkauf-Zone.
Du merkst nicht mal, dass du dich anpasst – dein Minus am Konto aber schon.

Ich hab früher auch gedacht, ich treffe meine Kaufentscheidungen selbst.
Bis ich mal meine Ausgaben durchgegangen bin und gemerkt hab:
„Hmm… Komisch, warum hab ich mir eigentlich auch genau dann neue Sneaker gekauft, als sich Thomas neue geholt hat?“

Warum dein Umfeld dein Ausgabeverhalten beeinflusst

  • Weil wir dazugehören wollen – bewusst oder unbewusst
  • Weil „mithalten“ oft wichtiger wirkt als „vorsorgen“
  • Weil wir nicht als geizig oder uncool dastehen wollen
  • Weil Konsum ansteckend ist – wie ein Gähnen. Nur teurer.

Was du stattdessen tun kannst

Mach dir bewusst, was du wirklich willst.
Frag dich vorm Kauf: Will ich das gerade wirklich – oder will ich nur dazugehören?

Sei der, der inspiriert – nicht nur nachahmt.
Vielleicht bist du der Erste im Freundeskreis, der investiert statt aufrüstet.

Redet offen über Geld – statt zu prahlen oder zu schweigen.
Das macht Beziehungen echter und dein Finanzleben leichter.

Fazit: Du musst nicht alles mitmachen – und schon gar nicht alles mitkaufen.
Finanziell frei wirst du nicht, indem du mithältst, sondern indem du deinen eigenen Weg gehst.

Vergleichen bringt selten was – außer unnötige Ausgaben.

#16 Risikoreiche Anlagen ohne Verständnis (aka Bonus-Tipp)

typische Fehler im Umgang mit Geld #16 Risikoreiche Anlagen ohne Verständnis
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„Krypto? NFTs? Irgendwas mit AI? Will ich auch – soll ja die Mörder Rendite bringen!“ Ja eh. Und dann ist auf einmal das ganze Geld weg.
Weil man’s reingesteckt hat, ohne zu verstehen, worum’s eigentlich geht.

Ich hab mich selbst leider mal – kein Witz – mitreißen lassen. Nur weil in der Telegramm Gruppe zig Leute meinten „Das wäre die Chance des Jahrhunderts – wer da nicht mit macht ist selber Schuld.“

Tja. Das Einzige, was sich da jedoch „vermehrt“ hat, war mein Frust über diese dumme Entscheidung.
FOMO (Fear of Missing Out) trifft Null Verständnis – das ist die teuerste Kombi ever.

Warum wir trotzdem ins Risiko rennen

  • Weil alle drüber reden – und niemand verlieren will
  • Weil uns die Gier packt (Schnell reich = Traum, Realität = Reinfall)
  • Weil wir denken: „Wird schon gutgehen…“
  • Weil wir hoffen, cleverer zu sein – ohne das Wissen dafür zu haben

Was du stattdessen tun kannst

Zuerst verstehen – dann investieren
Mach dich zuerst schlau und erst dann investier dein Geld. So einfach ist das.

Sorge zuerst für dein Sicherheitsnetz – dann kannst du spielen.
Rücklagen? Check.
ETF-Sparplan? Dauerauftrag läuft.
Dann erst max. 5 % fürs Experimentieren.

Bleib skeptisch – auch bei „Geheimtipps“.
Wenn dir jemand den schnellen Reichtum verspricht, dann sei ja vorsichtig!
Denn wenn’s wirklich so sicher und easy wär, würde er’s nicht im Internet an Fremde verkaufen – sondern längst auf seiner Yacht chillen.

Fazit: Risikoreiche Anlagen sind nicht per se schlecht –
aber sie werden dann gefährlich, wenn du nicht weißt, was du da eigentlich tust.

Nur weil andere laut schreien „Das ist DIE Chance!“, heißt das nicht, dass sie für dich auch passt. Oder dass sie überhaupt Sinn macht.

Also: Spar dir den Frust, den FOMO-Fail und den nächsten Telegram-Schrott-Tipp.

Dein Weg zu einem besseren Umgang mit Geld

Egal, ob du bisher gar nichts gemacht hast, planlos gespart hast oder dich regelmäßig vom Umfeld zum Kaufen verleiten lässt – du bist nicht allein.

Fehler passieren. Sie gehören dazu.
Stillstand dagegen? Der kostet dich auf Dauer mehr als jeder Fehlkauf.

Das Wichtigste ist nicht, dass du alles perfekt machst – sondern überhaupt zu starten. Mit einem kleinen Schritt. Mit einem neuen Gedanken.

Das waren sie: 15+ typische Fehler im Umgang mit Geld – und wie du sie vermeidest.

Hast du dich bei einem oder mehreren wiedererkannt?
Dann denk dran: Du kannst jederzeit neu anfangen. Und zwar auf deine Weise.…und deinen ganz persönlichen Umgang mit Geld Schritt für Schritt verändern.

Danke fürs Lesen – und bis zum nächsten Mal.
Ciao!

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