Schon mal am Monatsende aufs Konto geschaut und gedacht:
„Hä?! Wo ist eigentlich das ganze Geld hin?“
Beim Blick auf deinen Kontoauszug findest du zwar einen Haufen
kleiner Beträge – 3,10 € hier, 5,20 € da, 7,30€ für irgendwas mit Avocado – und denkst dir dabei: Ich hab mir doch eigentlich gar nichts Großartiges gekauft?!
Und während du noch versuchst, das Ganze zu begreifen, meldet sich deine innere Stimme und flüstert dir zu:
„Ich sollte echt mal meine Finanzen in den Griff bekommen… denn irgendwie… ist am Ende des Geldes immer noch zu viel Monat übrig.
Aber, wo fang ich überhaupt an?“
Dann ist dieser Artikel genau richtig!
Denn „Finanzen in den Griff bekommen“ heißt nicht, ab morgen den Spaß am Leben zu verlieren und wie ein Frugalist nur noch von Leitungswasser und Knäckebrot zu leben.
Es heißt: sich einen Überblick zu verschaffen, das richtige Mindset entwickeln, Rücklagen aufbauen und, falls vorhanden – Schulden abbauen. Ganz einfach.
Mit diesen 11 praktischen Tipps bekommst auch du deine Finanzen garantiert wieder in den Griff – versprochen. Und keine Sorge – es wird witziger als du denkst. Bist du bereit? Dann lass uns loslegen.
Bevor du irgendwas anpackst, brauchst du jedoch erstmal Klarheit, daher heißt´s:
Überblick statt Bauchgefühl
Bevor du irgendwas an deinen Finanzen drehen willst, musst du erstmal wissen, wo du eigentlich stehst. Klingt ja mal logisch – ist aber für viele schon die erste Hürde. Denn so nach dem Motto „Ich hab schon so ein ungefähres Gefühl, wo mein Geld hingeht…“ wird das nix.
Gefühle sind ja super – im Schlafzimmer oder beim ersten Date. Aber beim Kontostand geht´s um Daten und Fakten.
Und Fakt ist: Ohne Zahlen kein Plan und ohne Plan kein Fortschritt. Und ohne Fortschritt? Naja, bleibst du halt der Typ, der sich am Monatsende fragt, wo sein Geld geblieben ist – während dir der Bankomat bildlich gesprochen den Stinkefinger zeigt und am Display „Kontostand nicht verfügbar“ steht.
Wenn du also nicht ewig im Dunkeln tappen willst, musst du erstmal Licht ins Zahlen-Dickicht bringen – und das geht halt nur mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme.
Finanzsituation analysieren – ohne Ausreden
Als erstes musst du daher mal deine Finanzsituation analysieren. Und nein, dazu brauchst du keinen Abschluss der angewandten Mathematik, sondern nur ein bisschen Ehrlichkeit. Und etwas Zeit.
Daher machst du am besten dein Online-Banking auf, wühlst dich durch deine Kontoauszüge und holst dir mal alle Verträge, die du finden kannst – ja, auch die zerknitterten in der Küchenschublade. Ach ja und vielleicht kochst du dir einen Beruhigungstee. Man kann ja nie wissen.
Und dann klär mal die Basics:
Was kommt regelmäßig rein?
Gehalt, Nebenjob, Geldgeschenke von der Oma – alles, was dir monatlich Kohle einbringt. Und nein, das Rückgeld vom Pfandautomaten zählt nicht dazu.
Was geht regelmäßig raus?
Miete, Strom, Versicherungen, Handy, Netflix… und ja, auch das 4. Abo, von dem du nicht mal mehr wusstest, dass du es überhaupt noch hast – aufschreiben!
Hast du Schulden? Wenn ja, wieviel?
Hast du einen Kredit, Leasing fürs Auto, Überziehungsrahmen, Schulden bei der Schwester oder dem besten Freund? Kein Schönreden. Kein „ist ja bald abbezahlt“.
Und dann heißt´s alles notieren – auch wenn’s weh tut und vielleicht peinlich ist, weil du es noch nicht zurückgegeben hast. Aber du hast es unterschrieben bzw. dir ausgeborgt, also gehört’s auch in die Liste.
Was hast du auf der Habenseite?
Hast du ein Sparbuch oder nen Bausparer? Vielleicht sogar schon ein ETF-Depot.
Ach ja – Omas goldene Uhr, die sie dir zum Geburtstag geschenkt hat, zählt übrigens auch. Hauptsache Wert. Auch wenn sie nicht zu deinem Outfit passt.
Das klingt erstmal nach viel Arbeit, stimmt´s? Ist es auch.
Aber genauso wie beim Zahnarztbesuch gilt: kurz unangenehm – aber immerhin noch besser als später eine finanzielle Wurzelbehandlung.
Da du jetzt aufgelistet hast, was du so alles bezahlst, besitzt und vielleicht auch bereust. Kommt jetzt jetzt der spannende Teil: Wo macht dein Geld eigentlich heimlich Abgang – so still und leise wie Gäste auf ’ner langweiligen Party?
So findest du heraus, wo dein Geld wirklich bleibt
Es ist selten die Miete oder der Strom die deinen Kontostand ganz leise verringern – es sind diese unscheinbaren 3 € hier, 5 € da und der dritte Schokoriegel am Nachmittag. Und plötzlich hast du 150 € im Monat eigentlich für “nichts” ausgegeben.
Genau hier trennt sich die Theorie von der Praxis: Wenn du wirklich deine Finanzen in den Griff bekommen willst, brauchst du nicht nur Überblick – du brauchst System.
Und zwar teilst du deine Ausgaben einfach in Kategorien ein.
Fixkosten: Miete, Strom, Versicherungen – also alles was regelmäßig anfällt, ob du willst oder nicht
Variable Kosten: Lebensmittel, Hobbies und die Sneakers die du „nur mal in den Warenkorb legen“ wolltest – und die dich dann 120 € gekostet haben.
Sparen, Anlegen, Investieren: Also alles, was deinem zukünftigen Ich mal zugutekommt.
Und das Ganze erfasst du wie?
Entweder analog: Mit Stift und Papier. Funktioniert überraschend gut und macht dich automatisch achtsamer. Ist mir persönlich aber zu mühsam
Oder digital: Mit Apps wie Finanzguru, Money Manager oder der Haushaltsbuch-App deiner Bank.
Egal, wie du’s machst – Hauptsache, du machst was.
Apps sind halt mein persönlicher Favorit. Und wenn du die Technik nicht nur zum Scrollen, sondern auch zum Sparen nutzen willst, dann empfehle ich dir definitiv eine App.
Mein Tipp: Wenn du eine clevere App suchst, die dir beim Sortieren deiner Ausgaben hilft, dann probier mal Money Manager die ist nicht nur kostenlos sondern auch verdammt praktisch.
Moderne Finanz-Apps machen’s dir übrigens einfach. Je nachdem, welche App du verwendest, helfen sie dir dabei:
- automatisch zu kategorisieren
- dich bei zu hohen Ausgaben zu warnen
- dir einen Überblick über Verträge und Abos zu verschaffen
- und dir eine Schulden- und Vermögensübersicht auf Knopfdruck zu geben
Das Beste daran: Die meisten dieser Apps sind gratis – oder haben zumindest ’ne kostenlose Basisversion.
Jetzt weißt du, wie’s auf deinem Konto wirklich aussieht – der erste wichtige Schritt. Sehr gut! Und jetzt geht’s darum was wirklich wichtig ist:
Finanzbildung – das Fach, das nie im Stundenplan stand
Erinnerst du dich noch an die Schule? Da hast du gelernt, wie man Gedichte zerpflückt, im Bio-Unterricht Frösche seziert und wie man Brüche kürzt.
Was hast du aber nicht gelernt?
Wie man Rechnungen zahlt, ein Haushaltsbudget erstellt, wie Kredite funktionieren oder einfach nur einen Dauerauftrag einrichtet.
Stattdessen stehen wir da, mit der Matura oder dem Abi in der Tasche, haben aber null Ahnung von persönlichen Finanzen.
Warum Finanzielle Bildung so verdammt wichtig ist?
Finanzielle Bildung ist kein „Nice to have“ – sie ist verdammt nochmal Grundvoraussetzung für´s Leben.
Denn vom ersten Handyvertrag, dem spontanen Onlinekauf, der Baufinanzierung mit Gänsehaut für dein erstes Traum- oder Albtraum-Haus, bis hin zur Altersvorsorge wirst du dein ganzes Leben damit zu tun haben.
Und wer beim Thema Geld keinen Plan hat, zahlt drauf – nicht nur mit Zinsen und Gebühren, sondern auch mit schmerzhaften WTF-Momenten beim Blick aufs Konto.
Es ist kein Zufall, dass genau hier viele scheitern – weil sie eben nie gelernt haben, wie man seine Finanzen in den Griff bekommt, bevor es zu spät ist.
Und wenn der Hut schon brennt, dann ist das Konto meist leer, der Überziehungsrahmen voll ausgereizt und der Kreditvertrag schon unterschrieben. Und Schulden? Die sind auch schon da – mit einem Lächeln im Gesicht und 18 % Zinsen im Gepäck.
Aber hey – es geht auch anders.
Denn wer früh checkt, wie man mit Geld umgeht, trifft bessere Entscheidungen. Ganz einfach. Und das spart dir nicht nur Geld – sondern auch Nerven, Tränen und den dritten Mahnbrief vom Inkassobüro in Folge. Just saying.
Und jetzt kommt der Teil, der gleichzeitig frustrierend und ein bisschen witzlos ist:
Wir wissen jetzt, wie wichtig finanzielle Bildung ist – aber im Lehrplan? Fehlanzeige
Warum das im Lehrplan keinen Platz hat – aber dringend müsste
Finanzielle Bildung ist im Schulsystem ungefähr so präsent wie gesunder Menschenverstand auf Facebook. Also kaum bis gar nicht.
Warum?
Weil Schule lieber auf Altbewährtes setzt – Gedichtinterpretationen, Satzglieder und das Periodensystem – als aufs echte Leben.
Weil manche meinen, Geld sei Privatsache und darüber spricht man nicht.
Weil Lehrer*innen oft selbst nie gelernt haben, wie man mit Geld umgeht, ein Budget plant oder Schulden vermeidet.
Das Ergebnis?
Junge Erwachsene starten ins Leben mit dem finanziellen Hausverstand eines Toastbrots. Und stolpern dann direkt in überteuerte Handyverträge, Konsumkredite und Buy Now – Cry Later Fallen.
Was dabei fehlt, ist nicht das nächste YouTube-Tutorial, sondern eine echte Verankerung im Bildungssystem. Und zwar nicht als freiwilliger Wahlkurs im 17. Schuljahr – sondern als Pflichtfach ab der Unterstufe. Regelmäßig. Praxisnah und vor allem ehrlich.
Denn wer lernt, wie man eine Gedicht Analyse schreibt, sollte auch verstehen, wie man eine Stromrechnung liest – damit man sich beim nächsten Tarifvergleich leichter tut.
Apropos Stromrechnung.
Werbung– 📢 Wusstest du, dass mehr als die Hälfte aller Haushalte völlig unnötig zu viel für Strom und Gas zahlt – einfach, weil sie nie ihren Tarif wechseln? Dabei dauert ein Vergleich gerade mal 2 Minuten – und kann dir bis zu 850 € pro Jahr sparen! Ja richtig gelesen, bis zu 850 Euro!
Geld das du für Dinge nutzen könntest, die dir wirklich wichtig sind – anstatt es deinem Energieversorger zu schenken. Also, hör bitte auf, Geld zu verschenken und vergleiche jetzt deinen Tarif.
Wenn wir also schon in der Schule auf Granit beißen – dann muss’s halt woanders anfangen. Und zwar nicht erst, wenn der erste Kreditvertrag ins Haus flattert.
Früh übt sich, wer was werden will – so auch beim Geld
Finanzielle Aufklärung sollte nicht erst dann passieren, wenn das erste Inkasso-Schreiben im Briefkasten liegt. Sie sollte in der Schule anfangen. Oder noch besser: Zuhause. Beim gemeinsamen Einkauf. Beim „Kann ich das haben?“ – Moment im Supermarkt. Spätestens beim ersten Taschengeld.
Kinder und Jugendliche brauchen daher:
Taschengeld als Lerninstrument – nicht als „Belohnung fürs Still sein“.
Gespräche über: Konsum, Sparen und den Unterschied zwischen Wunsch und Bedürfnissen.
sowie einfache Erklärungen: zu Zinsen, Verträgen und warum Werbung nicht unbedingt ihr bester Freund ist.
Denn wer früh lernt, mit Geld umzugehen, spart sich später nicht nur Pleiten, sondern auch Schnappatmung beim Blick auf den Kontoauszug am Monatsende.
Der fehlende Hausverstand – unser teuerstes Bildungsdefizit
Viele finanzielle Probleme entstehen nicht, weil zu wenig Geld da ist – sondern weil zu wenig Wissen über Geld da ist.
Denn wer nicht versteht, wie teuer der Überziehungsrahmen wirklich ist, zahlt drauf – ohne es zu merken.
Und wer keine Ahnung von Versicherungen hat, zahlt entweder zu viel – oder ist im Ernstfall sogar falsch abgesichert.
Und wer denkt: „Sparen lohnt sich eh nicht mehr“, hat leider keine Ahnung, was der Zinseszinseffekt langfristig wirklich bewirken kann.
Finanzieller Hausverstand ist das, was dir sagt:
- Du brauchst keine 8 Streamingdienste.
- Der Sale ist kein Grund den Überziehungsrahmen auszuschöpfen
- Und nein, 60 Monatsraten für ein Handy sind keine gute Idee.
Zusammengefasst könnte man sagen dass:
die Basics fehlen, die Schule keine Hilfe war, und die Erwachsenenwelt ein teures Minenfeld für alle ohne finanziellen Hausverstand ist.
Aber selbst wenn du alle Zahlen kennst, Budgetpläne bastelst wie ein Profi und deine Fixkosten im Schlaf aufsagen kannst – wenn dein Mindset nicht mitspielt, spielt dein Kontostand auch nicht mit.
Denn Geld beginnt nicht auf dem Konto. Sondern im Kopf.
Mindset matters – Dein Kontostand beginnt im Kopf
Finanzwissen ist wichtig – keine Frage.
Aber noch wichtiger ist, wie du über Geld denkst. Denn das Guthaben auf deinem Konto folgt deinem Kopf – nicht umgekehrt.
Wenn du tief drin glaubst, dass du „eh nie reich wirst“ oder dass „Geld per se etwas Schlechtes“ ist, dann wird dein Kontostand genau das widerspiegeln.
Eine gesunde Beziehung zu Geld entwickeln
Geld ist weder gut noch böse – es ist neutral. Ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Geld verdirbt auch nicht den Charakter – es verstärkt ihn nur. Wenn jemand ein Arschloch ist, ist’s völlig egal, ob er pleite oder Millionär ist – ein Arschloch bleibt ein Arschloch.
Geld ist wie Strom: Es kann Licht bringen – oder dir die Bude abfackeln. Je nachdem, wie du damit umgehst.
Wenn du dein Leben lang gelernt hast, dass Geld Mangelware ist, dass du „es dir nicht wert bist“ oder dass „man es halt einfach ausgibt, wenn’s da ist“ – dann wird sich das durchziehen wie ein roter Faden.
Deshalb beobachte mal dein Konsumverhalten und frag dich bei jedem Kauf:
- Will ich das – oder kompensier ich gerade was?
- Brauche ich das wirklich – oder lenkt’s mich nur vom Frust ab?
- Hab ich davon auch morgen noch was – oder ist das nur Dopamin auf Pump?
Der Punkt ist – Geld allein macht dich nicht glücklich. Aber ein bewusster Umgang mit Geld verändert alles. Nicht nur deinen Kontostand.
Macht Geld glücklich?
Ja, Geld kann glücklich machen – aber nur bis zu einem Punkt. wenn’s deine Grundbedürfnisse deckt, dir Sicherheit gibt und dir Spielraum für Entscheidungen lässt. Aber sobald du versuchst, mit Geld emotionale Lücken zu stopfen, wird’s kritisch.
z.B: ein Neuwagen, ja er bringt dich vielleicht schneller ans Ziel – aber nicht automatisch näher zu Menschen.
Und ein Anzug macht vielleicht Eindruck – aber bringt dir noch lange keine Wertschätzung.
Und die Luxus-Küche? Selbst das schönste Induktionsfeld bringt dir nichts, wenn keiner fragt, wie dein Tag war.
Studien zeigen klar:
Bis zu einem bestimmten Jahreseinkommen (je nach Land zwischen 60.000 und 75.000 €) steigt das Wohlbefinden tatsächlich mit dem Einkommen.
Mehr Geld ist gleich mehr Möglichkeiten. Aber nicht automatisch mehr Zufriedenheit.
Entscheidend dabei ist nicht, wie viel du hast – sondern wie du damit umgehst.
Wenn du wissen willst, wie Geld, Glück und Psychologie zusammenhängen (ohne spirituellen Hokuspokus, sondern mit echten Studien & praktischen Tipps), dann klick dich hier rein: 📖 Artikel: macht GELD glücklich?
Also, Geld allein macht nicht glücklich – aber es hilft, wenn man weiß, wie man damit umgeht. Und genau da wird’s jetzt praktisch.
Denn zwischen Mindset und Mahnbrief liegt meistens ein fehlender Plan.
Zeit also, das Ganze auf stabile Beine zu stellen.
Denn finanzielle Stabilität fällt nicht so vom Himmel – sie wird gebaut.
Mit Struktur, System – und ein paar ziemlich soliden Grundpfeilern.
Budget statt Blindflug – wie du dein Geld planst
Wenn du bis hierhin gelesen hast, weißt du schon. Ohne Klarheit über Einnahmen, Ausgaben und Schulden, läuft halt nix. Denn genau wie dein Alltag nicht ganz ohne Struktur funktioniert, braucht halt dein Finanzleben auch eins.
Und dafür gibt’s ein paar Grundpfeiler und dazu zählen unter anderem:
- Ein Budget, das zu dir passt
- Klare Prioritäten, die nicht wackeln
- Ein ehrlicher Blick auf dein Ausgabeverhalten
- Rücklagen für den Notfall
- Und den Mut, Wunschdenken gegen echte Zahlen einzutauschen.
Du willst doch deine Finanzen in den Griff bekommen? Richtig? Dann brauchst du einen klaren Plan – und genau den liefern dir Budget und Struktur.
Ein Budget erstellen – klingt trocken, rettet Leben
(oder zumindest Konten)
Budgetieren klingt für viele nach Spaßbremse deluxe.
So nach dem Motto: „Ab jetzt nur noch Leitungswasser und selbstgestrickte Socken von der Oma.
Aber ein Budget zu planen heißt nicht, dass du nie wieder auswärts Kaffee trinken oder Pizza bestellen darfst.
Es ist dein Plan für finanzielle Klarheit – nicht für Frust und Verzicht.
Und so einfach geht´s:
- Einnahmen auflisten
- Gehalt
- Nebenjob
- Kindergeld
- Überweisungen von der Oma
- halt alles, was monatlich reinkommt.
- Fixkosten abziehen
- Miete
- Strom
- Versicherungen
- Abo-Wildwuchs
- alles was regelmäßig abgebucht wird, egal ob du’s merkst oder nicht.
- Und was übrig bleibt, verteilst du in sinnvolle Bereiche:
- Lebensmittel
- Freizeit & Spaß
- Sparen & Rücklagen
- Unerwartetes (kaputte Waschmaschinen lassen grüßen)
Denn wenn du weißt, was du dir leisten kannst – und was nicht – kannst du dir sogar öfter was gönnen. Ganz ohne Schuldgefühle. Und ohne Schnappatmung beim Blick auf den Kontoauszug am Monatsende.
Die 50-30-20-Regel – wenn du Struktur ohne Tabellen willst
Wenn dir Mini-Kategorien zu stressig sind (ich kann´s verstehen, du bist nicht allein), dann probier’s mit der 50-30-20-Regel:
- 50 % für’s Notwendige → Miete, Strom, Lebensmittel
- 30 % für’s Leben → Freizeit und Hobbys
- 20 % für’s Morgen → Sparen, Schuldenabbau, Rücklagen
Es kann leicht sein, dass diese Regel für dich nicht passt, da das Leben teurer geworden ist.
Und wenn du merkst, dass die 50-30-20-Regel für dich eher wie 60-20-20 oder 60-30-10 funktioniert – dann go for it! Es geht nicht darum, stur einer Formel zu folgen, sondern darum, dass du den Überblick behältst und dein Geld dahin fließt, wo’s für dich Sinn macht.
Nicht du passt dich dem Budget an – das Budget passt sich dir an.
Dein Leben, deine Regeln. Punkt.
Ausgaben abgleichen – Realität schlägt Bauchgefühl
Ein Budget ist, sagen wir mal, wie ein Trainingsplan – der bringt nur was, wenn du regelmäßig checkst, ob du dich auch dran hältst. Vergleich also regelmäßig: Was war der Plan und was hast du wirklich ausgegeben?
Und nein, „Wird schon irgendwie passen“ zählt nicht. Reality-Check statt Schönrechnen. Sonst ist dein Finanzplan am Ende nur ein teures Wunschkonzert, aber mit schlechter Akustik.
Wünsche vs. Bedürfnisse – die Königsdisziplin
Letzter und vielleicht wichtigster Punkt: Entscheidungen treffen.
Denn nur weil du’s willst, heißt das noch lange nicht, dass du’s brauchst. Und nur weil’s am Konto noch passt und sich´s ausgeht, heißt das nicht, dass es eine gute Idee ist.
Klar darfst du dir was gönnen – aber bewusst. Finanzdisziplin heißt nicht: Alles streichen, was Spaß macht. Es heißt: ehrlich hinschauen. Was ist ein echtes Bedürfnis – und was ist nur Werbung im Kopf?
Du weißt jetzt, wie du dein Geld einteilst, warum Wunschdenken nicht gleich finanzieller Selbstmord sein muss – und dass Klarheit vor Konsum kommt.
Aber es gibt da noch einen fiesen Gegenspieler, der selbst das beste Budget heimlich torpediert.
Deine Zahlungsgewohnheiten.
Denn mal ehrlich:
Was bringen dir die besten Vorsätze, wenn du beim nächsten „Jetzt kaufen mit 1-Click“ schneller zugreifst als dein Hirn „Moment mal…“ sagen kann?
Denn wer wirklich seine Finanzen in den Griff bekommen will, muss auch seine Zahlungsgewohnheiten durchleuchten – nicht nur die Kontobewegungen.
Also wird´s Zeit, mal genauer hinzuschauen. Denn wie du bezahlst, entscheidet oft mehr, als was du bezahlst.
Zahlungsgewohnheiten – der stille Budget-Killer
Bezahlen ist einfacher geworden. Zu einfach. Einmal klicken, zweimal wischen, dreimal „Ach, das krieg ich schon irgendwie hin.“
Aber genau da liegt das Problem: Je bequemer das Zahlen wird, desto weniger merken wir, wie viel wir eigentlich ausgeben.
Zahlungsarten, die dir den Überblick erschweren
- Kreditkarte
Verführt zum „Zuerst kaufen, später zahlen“. Und „später“ tut dann weh – mit Zinsen oder Sammelrechnung. - Mobile Payment (Handy/Uhr)
Apple Pay, Google Pay & Co: schnell gezückt, kaum gespürt. Psychologisch besonders tückisch, weil’s sich „nicht nach Geld“ anfühlt. - Online-Zahlung mit gespeichertem Zahlungsmittel
Amazon „Jetzt kaufen mit 1-Click“, PayPal Express usw. – du klickst schneller, als du nachdenken kannst. - Lastschrift-Abos
Netflix, Spotify, Cloud-Speicher – klein, regelmäßig, im Hintergrund. Addiert sich monatlich zu einem stillen Budgetkiller. - Buy Now, Pay (Cry) Later (z. B. Klarna, Afterpay)
Klingt harmlos, ist im Prinzip Ratenkauf light. Super gefährlich, wenn du’s mehrfach parallel laufen hast. - Kontaktloses Zahlen mit Bankkarte
Auch hier: Kein PIN, kein Nachdenken. 20 € hier, 10 € da – summiert sich unbemerkt. - Ratenkauf / 0 %-Finanzierung
Lockt mit „jetzt mitnehmen, später zahlen“ – oft völlig entkoppelt vom monatlichen Cashflow. Viele vergessen, wie viele Raten noch offen sind.
Alles, was sich nicht nach “echtes Bezahlen” anfühlt, sorgt dafür, dass du’s tust – und zwar öfter, schneller und gedankenloser. Und dein Konto? Sieht plötzlich aus wie ein Kühlschrank nach einem Familientreffen am Sonntag. Komplett leer.
Zahlungsarten mit Sofort-Realitätscheck
Viele verlieren den Überblick nicht, weil sie zu viel ausgeben – sondern weil sie nicht merken, dass sie’s tun. Hier sind die besten Zahlungsarten mit eingebautem Autsch-Effekt, bei denen dein Konto nicht erst Wochen später schreit – sondern sofort.
💸 Barzahlung (Cash only, Baby!)
Du siehst den Schein gehen – und fühlst’s direkt.
Der Klassiker für alle, die ihr Geld ungern „unsichtbar“ verlieren.
💳 EC-/Debitkarte mit Sofortbuchung
Zack – das Geld ist weg. Kein Aufschub, kein Verdrängen.
Kontostand schrumpft live – ideal, wenn man auf dem Boden der finanziellen Tatsachen bleiben will.
💰 Prepaid- oder Guthabenkarten
Nur ausgeben, was vorher drauf geladen wurde.
Kein Kredit, kein Risiko – Taschengeld für Erwachsene
📲 Mobile Banking mit Push-Benachrichtigungen (z. B. N26, DKB, Revolut)
Nach jeder Zahlung piept’s am Handy – dein Kontostand sagt: „Weniger ist mehr.“
Realitätscheck in Echtzeit.
Okay, du weißt jetzt: Nicht jede Zahlungsart ist dein Freund.
Und manchmal macht dein Konto mehr Zaubertricks als David Copperfield oder David Blaine und zack, ist das Geld weg. Aber was ist, wenn das Leben plötzlich mit Rechnung kommt – und zwar ohne Vorwarnung?
Daher heißt´s jetzt:
Rücklagen –
dein finanzieller Airbag
Mal ehrlich: Das Leben ist keine Netflix-Serie – hier stirbt nicht nur der Nebencharakter, sondern manchmal auch die Waschmaschine. Und wenn Murphy’s Gesetz zuschlägt (und das tut es irgendwann ganz bestimmt – versprochen), dann willst du vorbereitet sein.
Genau dafür ist der Notgroschen da: dein finanzielles Sicherheitsnetz, das dich auffängt, wenn’s brenzlig wird – ganz ohne Drama, Baby.
Warum ein Puffer so wichtig ist
Weil du eben keinen ETF verkaufen willst, nur weil dein Auto beschlossen hat, jetzt auch mal elektrisch zu sein – per Kurzschluss.
Weil du keinen Überziehungsrahmen mit 18% Zinsen zahlen willst, die selbst die Kreditkarte erröten lassen. Und weil du nachts einfach ruhiger schläfst, wenn du weißt: „Ich krieg das hin – egal was kommt.“
Kurz: Ein Notgroschen ist kein Luxus. Er ist dein finanzieller Feuerlöscher. Und wie oft hast du dir schon gedacht: „Hätt ich mal…“ – Ja, genau.
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Spoiler: „So viel wie geht“ ist keine brauchbare Antwort – und „100.000 Euro auf dem Konto“ auch nicht.
Aber:
- 1.000 € für den Anfang – reicht für die ersten kleinen Katastrophen.
- 2–3 Monatsausgaben oder -gehälter – damit du im Fall der Fälle deinen Lebensstil halten kannst.
- XXL-Puffer, wenn du selbstständig bist oder dein Job so sicher ist wie ein Pudding auf’m Trampolin.
Das Entscheidende: Finde deinen Betrag, bei dem du dich sicher fühlst. Jeder Euro zählt.
Du willst wissen, wie viel wirklich sinnvoll ist – und wo du das Geld am besten parkst? Dann schnapp dir hier den ultimativen Notgroschen-Guide
📖 Artikel: Dein Notgroschen. Wie hoch sollte der sein?
Wo soll das Geld hin?
Ganz einfach: Dahin, wo du schnell rankommst – aber nicht beim Online-Shopping aus Versehen „ja“ klickst.
Sondern:
- Tagesgeldkonto – sicher, flexibel und dennoch leicht verfügbar.
- Keine ETFs, kein Festgeld – zu langsam, zu nervenaufreibend.
- Girokonto? Besser nicht – da verschwindet’s schneller als Schokolade im Büro.
Werbung– 📢 Auf dem Girokonto verliert dein Erspartes durch Inflation an Wert.
Ein Tagesgeldkonto schützt es und bringt dir zusätzlich sichere Zinsen – und das bei voller Flexibilität! Denn dein Geld verdient mehr als 0% Zinsen!
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Okay – dein Notgroschen steht. Du hast dir dein finanzielles Pflaster für den nächsten Lebens-Stolperer zugelegt. Gut gemacht!
Aber jetzt mal ehrlich: Willst du dein Geld nur im Sicherheitsabstand parken lassen – oder soll es für dich auch mal was tun?
Und nein, das heißt nicht, dass du ab morgen Börsenprofi sein musst.
Aber wenn dein Geld nur rumliegt, wird’s leise entwertet – und zwar von einem alten Bekannten: der Inflation.
Also wird´s Zeit für:
Investieren & Absichern – so wächst dein Geld sicher
Jetzt wird’s spannend – und für viele ein rotes Tuch: Investieren.
Klingt erstmal nach Anzugträgern, Börsentickern und Gesprächen über „Assets“ beim Businesslunch.
Aber mal ehrlich: Wenn du dein Geld nur auf dem Konto parken lässt, verliert es – leise, aber sicher an Wert. Und wer ist Schuld dran? Die Inflation.
Warum investieren wichtig ist – für alle (ja, auch für dich)
Inflation bedeutet, dass dein Geld jedes Jahr an Wert verliert.
Beispiel:
10.000 € sind bei einer Inflation von 3% nach 10 Jahren nur noch 7.441 € wert. (Quelle: Dein Kontoauszug 2035, inkl. Tränen.)
Wenn dein Geld somit in der Zeit einfach nur auf dem Girokonto rumliegt – tja, dann gute Nacht, Kaufkraft. Du arbeitest hart für dein Geld – also wird’s Zeit, dass es auch mal für dich „arbeitet“.
Investieren für Einsteiger – keine Raketenwissenschaft
Du brauchst weder Glaskugel noch Wirtschaftsstudium. Nur drei Dinge:
- Ein Ziel
- Geduld
- und ein passendes Tool
Der einfachste Start? ETFs (Exchange Traded Funds).
Warum ETFs?
- Du investierst breit gestreut in viele Unternehmen
- Die Gebühren sind niedrig
- Du brauchst kein aktives Management
- Ideal für Sparpläne (ab ca. 25 €/Monat)
Ein Klassiker: MSCI World ETF – über 1.500 Unternehmen weltweit, solide Sache.
Einsteigen – laufen lassen – wachsen sehen. Danke, fertig.
Werbung– 📢 Möchtest auch du dein Geld sinnvoll anlegen, weißt aber nicht, wie und wo du anfangen sollst?
Dann ist dein eigenes Depot der perfekte Einstieg, um Schritt für Schritt langfristig ein Vermögen aufzubauen. So kann sich dein Geld mit der Zeit vermehren – während du dich auf die Dinge konzentrierst, die dir wirklich wichtig sind.
Die Eröffnung deines Depots ist übrigens schnell erledigt und du legst damit ganz entspannt den Grundstein für deine finanzielle Zukunft. Denn clever investieren beginnt mit dem richtigen Depot!
Die besten und aktuellsten Vergleiche findest du hier:
Diversifikation – dein Sicherheitsgurt beim Investieren
Klingt erstmal kompliziert, ist aber ganz einfach.
Leg nicht alle Eier in einen Korb
Stell dir vor, du hast all dein Geld in eine einzige Aktie gesteckt – und die geht baden. Autsch. Wenn du stattdessen auf mehrere setzt, federt das Verluste ab.
Nennt sich Diversifikation – und ist wie ein gutes Fußballteam: Auch wenn einer mal ausfällt, gewinnen die anderen vielleicht trotzdem das Spiel.
So kannst du streuen, ohne den Überblick zu verlieren:
- 🌍 Weltweite ETFs – z. B. MSCI World plus ein Schuss Emerging Markets
- 🏘️ REITs (Real Estate Investment Trusts) – Immobilienerträge ohne eigene Immobilien
- ⚖️ Rohstoffe – Gold, Silber & Co. als Absicherung
- 📉 Anleihen – für die ruhigen Phasen im Leben
Du wirst damit vielleicht nicht reich – aber du verhinderst, dass du später mal mit Cent Münzen jonglierst.
Der beste Moment zum Investieren war? Gestern.
Der zweitbeste? Ist dafür heute.
Also – du hast jetzt gelernt, wie dein Geld nicht vor sich hin vegetiert, sondern langsam, aber sicher für dich arbeitet. Sehr gut.
Aber es gibt da noch ein ganz spezielles Ziel, für das dein zukünftiges Ich dir irgendwann entweder danken wird – oder dich nachts aus dem Bett tritt:
Altersvorsorge
ohne Panik
Altersvorsorge – klingt trocken. Ist es aber nur, wenn du’s aufschiebst.
Denn mal ehrlich: Wenn du heute keinen Plan hast, wie du morgen leben willst, wirst du später ziemlich alt aussehen – und das nicht nur wegen der Falten.
Die Rentenlücke – das große Loch mit Ansage
Die staatliche Rente allein wird nicht reichen. Definitiv nicht.
Das nennt sich dann Rentenlücke – also der Unterschied zwischen dem, was du im Alter brauchst, und dem, was du bekommst.
Überraschung: Diese Lücke kommt nicht plötzlich – die war schon immer da. Nur ignorieren sie viele so erfolgreich wie den Vorsorgetermin beim Zahnarzt.
Spoiler: Sie verschwindet nicht. Im Gegenteil. Sie wird größer. Und unbequemer.
Vor allem, wenn du im Alter gern warm wohnst, isst, reisen willst oder einfach nicht jeden Cent umdrehen möchtest, wenn du mal 67 bist.
Frühzeitig anfangen –
der Zinseszinseffekt ist dein bester Freund
„Ich fang dann irgendwann mal an.“ ist eindeutig der falsche Ansatz.
Denn je früher du startest, desto weniger musst du später aufholen.
Warum? → Zinseszinseffekt!
Kurz erklärt:
Du sparst → das Geld bringt Rendite → auf die Rendite bekommst du wieder Rendite. Und das Ganze spielt sich in Zeitlupe über Jahre ab – bis plötzlich ein schönes Sümmchen dasteht.
Ein Beispiel:
– Start mit 25, 100 € monatlich, 6 % Rendite → mit 67: ca. 200.000 €
– Start mit 40? Dann brauchst du schon 300 € monatlich, um dasselbe zu erreichen.
Je früher, desto entspannter. Und heute ist ein verdammt guter Tag, um anzufangen.
Wie schnell aus kleinen Beträgen ein dickes Polster wird? Probier’s selbst mit dem Zinseszins-Rechner aus. Hier geht´s zum → Zinseszins Rechner
Welche Optionen hast du?
Jetzt fragst du dich vielleicht: „Okay, aber wie zur Hölle fang ich an?“
Keine Sorge – es gibt viele Wege. Wichtig ist nur: Tu etwas. Und zwar regelmäßig.
Hier ein kleiner Überblick:
ETF-Sparpläne
- flexibel, günstig, transparent
- keine Mindestlaufzeit, jederzeit anpassbar
- ideal für alle die selbst Verantwortung übernehmen wollen
Private Rentenversicherungen
- langfristige Vorsorge mit garantierten Leistungen
- weniger flexibel, aber mit „Beruhigungs Faktor“
- lohnt sich v. a. für Leute, die Sicherheit lieben – aber achte auf die Gebühren
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
- geht direkt vom Bruttolohn ab → spart Steuern
- oft mit Arbeitgeberzuschuss
- Check: bietet dein Arbeitgeber das überhauptan?
Riester-Rente (DE) oder Pensionskonto (AT)
- staatlich gefördert
- lohnt sich meist nur mit Kindern oder niedrigem Einkommen
- Achtung! Nicht blind unterschreiben – genau nachrechnen, ob’s wirklich passt
Wenn du später mehr willst als Spaghetti mit Ketchup und ein klappriges Sofa aus den 90ern, dann fang heute an. Die Rentenlücke ist real – und der Zinseszinseffekt wartet nicht auf dich.
Je früher du loslegst, desto entspannter wird dein Zukunfts-Ich in der Sonne sitzen und dir virtuell auf die Schulter klopfen.
Okay, dein Zukunfts-Ich ist versorgt, der Zinseszinseffekt läuft, und du hast hoffentlich keine Angst mehr vorm Rentenbescheid. Aber bevor du jetzt gedanklich auf deiner Altersvorsorge-Sonnenliege einpennst.
Was ist, wenn vorher was schiefgeht?
Denn so schön der Plan fürs Morgen ist – manchmal kommt halt das Leben dazwischen. Und genau da kommen sie ins Spiel. Sie sind zwar unsexy und unbeliebt – aber unfassbar wichtig.
Versicherungen – unsexy, aber überlebenswichtig
Oder: Warum du beim Thema Risiko nicht auf Glück allein setzen solltest, denn es kann leicht sein das dein Schutzengel auch mal Urlaub macht.
Versicherungen. Klingen wie Steuererklärung in Papierform – trocken, lästig, aber wehe, du ignorierst sie. Denn mal ehrlich: „Wird schon nix passieren“ ist kein Plan, sondern ein Lottoschein ohne Los.
Versicherungen sind halt wie Regenschirme:
Sie nerven beim Mitschleppen. Aber wenn’s richtig schüttet – bist du froh, dass du einen hast.
Die wichtigsten Versicherungen
Es gibt Dinge, die du überstehst – wie einen schlechten Haarschnitt oder ein verlorenes Fußballspiel. Aber es gibt Dinge, die dein ganzes Leben auf den Kopf stellen können.
Berufsunfähig mit 35? Krank und ohne Einkommen? Oder versehentlich jemanden durch einen Unfall zum Pflegefall gemacht?
Und genau dafür sind Versicherungen da. Versicherungen sind dein Airbag fürs Leben. Kein Mensch will sie – aber wenn’s kracht, bist du verdammt froh, dass du sie hast.
Private Haftpflichtversicherung
Dein Kind macht auf “Picasso” an der Wohnzimmerwand der Nachbarn oder zerlegt fremdes Eigentum? Du verschüttest unbeabsichtigt Rotwein auf den MacBook deines Chefs. Oder dein Hund der ja “eh nix tut” springt plötzlich ne alte Frau an die stürzt und sich dabei verletzt.
Ohne Haftpflicht kann das schnell mal fünfstellig werden. Aber weißt du, was das Beste ist? Gibt’s oft schon für weniger als ein Monats Abo bei Netflix.
Somit Pflicht. Ohne Wenn und Aber.
Krankenversicherung
Klar, gesetzlich ist jeder versichert – aber je nach Land (z. B. Österreich oder Deutschland) lohnt sich ein Blick auf die Leistungen.
Privatversicherte haben kürzere Wartezeiten und erhalten oft schneller Termine bei Fachärzten. Und sie sind besonders sinnvoll wenn du auf ein Einzelzimmer im Krankenhaus oder höhere Erstattungen bei Zahnbehandlungen Wert legst.
Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)
Stell dir vor, du kannst deinen Job nicht mehr machen. Nicht, weil du plötzlich lieber Barkeeper auf Bali sein willst, sondern weil dein Rücken, dein Kopf oder dein Körper einfach „Nö, hab keinen Bock mehr“ sagt.
Dann zahlt dir die BU monatlich etwa 60–80 % deines Nettogehalts – je nach Tarif – damit du nicht bei Mama einziehen oder Pfandflaschen sammeln musst.
Worauf du unbedingt achten solltest?
- Verweisungsklausel:
Achte auf Verzicht auf abstrakte Verweisung.
Sonst heißt’s: „Sie können ja noch Regale einräumen, obwohl Sie mal Architekt waren.“ - Dynamik:
Damit deine BU-Rente auch in 15 Jahren noch was wert ist.
BU ist kein Rentner-Thema. Je jünger und fitter du bist, desto günstiger kommst du weg.
Ablebensversicherung
Für den Fall, dass du gehst, aber deine Rechnungen bleiben.
Falls du stirbst (sorry, ist halt so) dann bekommt deine Familie oder dein Partner eine vorher festgelegte Summe ausgezahlt. Damit für deine Beerdigung nicht nur die Blumen, sondern für deine Hinterbliebenen auch die Hypothek weiter bezahlt werden kann.
Wichtig ist das vor allem für Menschen mit Partnern, Kids oder Krediten. Und alle, die nicht wollen, dass ihre Liebsten mit Schulden statt Erinnerungen dastehen.
Das kostet dich übrigens weniger als du denkst – besonders wenn du nicht gerade ein Basejumper mit Raucherlunge bist. 200.000 € Absicherung kosten ca. 10 € im Monat.
Achte aber auf die:
- Höhe der Versicherungssumme – Faustregel: 3–5 Jahres Nettogehälter
- Die Laufzeit – z. B. bis die Kinder auf eigenen Beinen stehen oder zumindest der Kredit abbezahlt ist
- Gesundheitsfragen ehrlich beantworten – sonst gibt’s im Fall der Fälle Ärger statt Auszahlung
Du hoffst, dass sie nie gebraucht wird. Aber wenn doch, dann bist du der heimliche Held in Abwesenheit. Oder wie man noch dazu sagen könnte: Dein letzter Liebesbeweis.
Versicherungen sind nicht sexy. Ich weis. Aber extrem wichtig. Du brauchst nicht jede Police – aber du brauchst die richtigen.
Decke wenigstens die Basics wie: Haftpflicht und Ableben ab. Und mach zumindest einmal im Jahr einen Versicherungscheck.
Und wenn du bei Versicherungen nicht mehr zahlen willst als nötig, aber trotzdem gut abgesichert sein willst – dann findest du hier die besten Anbieter für Versicherungen, Konten und Kredite.
Übersichtlich, transparent und mit echtem Sparpotenzial.
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Versicherungen sind dein finanzieller Airbag – sie schützen dich vor dem ganz großen Knall.
Aber was, wenn der Aufprall schon passiert ist?
Wenn der Schaden nicht in der Zukunft lauert, sondern längst da ist – in Form von Schulden, die dir jeden Monat die Luft abschnüren?
Dann hilft keine Police – sondern nur noch ein Plan.
Und zwar einer, der dich Schritt für Schritt raus führt, statt dich immer tiefer reinzuziehen. Zeit also für den nächsten Realitätscheck.
Du hast Schulden?
Kein Drama – wenn du was tust dagegen!
Ja klar, Schulden – allein das Wort klingt nach grauem Himmel, Mahnbriefen und einem nervösen Magen beim Öffnen des Briefkastens.
Aber hier kommt die gute Nachricht
Schulden sind kein Todesurteil für deine Finanzen.
Sie sind lösbar. Wenn du nicht den Kopf in den Sand steckst, sondern den Arsch hoch kriegst und das Ganze systematisch angehst.
Die Risiken von Schulden – mehr als nur Zinsen
Ein Kredit klingt oft verlockend: Jetzt kaufen, später zahlen.
Aber „später“ klopft irgendwann an – mit Zinsen, Mahnkosten, Schlafproblemen und vielleicht sogar Magenkrämpfen im Gepäck.
Was passiert, wenn du Schulden ignorierst?
- Die Kosten steigen: Mahngebühren, Inkasso, Gericht
- Deine Bonität sinkt – das kann teure Folgen haben, z. B. bei Mietverträgen oder Handy-Abos
- Der psychische Druck wächst – und das spürst du irgendwann nicht nur im Kopf, sondern auch im Bauch
Schulden nehmen dir nicht nur Geld – sie nehmen dir Entscheidungsfreiheit. Und manchmal sogar Lebensfreude.
Der Weg raus – planmäßiger Schuldenabbau
Vergiss die „In 30 Tagen schuldenfrei“-Versprechen.
Hier geht’s nicht um Wunder – sondern um Fortschritt. Monat für Monat.
So legst du los:
- Alle Schulden auflisten – Wer? Wie viel? Zinsen? Raten?
- Budget checken – Wie viel kannst du monatlich realistisch zur Tilgung beisteuern?
- Plan machen – schriftlich, mit festen Terminen, übersichtlich.
Ziel ist nicht, morgen schuldenfrei zu sein. Ziel ist: dranbleiben.
Denn jeder Euro Tilgung ist ein Schritt raus aus dem Loch.
Schulden priorisieren – wo du zuerst anpackst
Du hast mehrere Schulden? Dann ist Priorisieren angesagt.
Zwei Strategien stehen zur Wahl:
- Schneeballmethode (normal):
Man tilgt zuerst die kleinste Schuld, um schnelle Erfolge zu sehen und Motivation zu bekommen. - Avalanche-Methode (umgekehrt):
Man tilgt zuerst die Schulden mit dem höchsten Zinssatz. So spart man langfristig am meisten Zinsen und wird schneller schuldenfrei – allerdings braucht man oft mehr Geduld, bis die ersten Erfolge sichtbar werden.
Du hast jetzt die Tools, Strategien und den Plan – sehr gut. Aber was, wenn du merkst: „Ich pack das nicht allein“?
Weil die Schulden schon zu hoch sind und der Kopf nicht mehr mitmacht. Oder weil du einfach jemanden brauchst, der mit dir gemeinsam durch den Zahlendschungel geht?
Denn manchmal braucht’s mehr als nur Budgetpläne und Tabellen. Manchmal braucht’s ein Gespräch, jemanden, der zuhört – und dir zeigt: Hey, du bist nicht allein.
Finanzielle Sorgen? – Hol dir Hilfe!
Geldsorgen sind wie ein tropfender Wasserhahn in der Nacht. Du versuchst zu schlafen, doch du hörst es tropfen. Immer und immer wieder. Und selbst wenn du die Tür schließt – hörst es trotzdem. Du bekommst das Geräusch einfach nicht aus dem Kopf.
Und genauso ist es mit finanziellen Sorgen, egal was du machst, sie sind da und verschwinden nicht von allein, wenn du nichts dagegen unternimmst.
Reden hilft – auch (und gerade) über Geld
Viele Menschen reden lieber über die Nachbarn, ihre Beziehungsprobleme oder Germany´s next Topf Model – aber nicht über ihre Schulden.
Und warum? Weil man sich dafür schämt, obwohl man vielleicht gar nichts dafür kann und man denkt, man hat „versagt“.
Aber die Wahrheit ist: Geldprobleme sind keine Charakterfrage. Sie können jedem passieren.
Hol dir Hilfe – bevor’s richtig weh tut
Wenn du merkst, dass du den Überblick verloren hast, die Rechnungen sich stapeln und du sie ignorierst. Oder die Schulden dich lähmen und du schon beim Gedanken das sich die Mahnschreiben im Briefkasten häufen, Schnappatmung bekommst.
Dann hol dir unbedingt Hilfe und professionelle Unterstützung.
Und nein, nicht bei irgendwelchen „Schuldenfrei in 3 Tagen mit unserer Zauberformel“-Coachings auf Social Media.
Sondern bei seriösen, professionellen Anlaufstellen, so zum Beispiel:
- Deutschland
- Jobcenter/Sozialamt → kostenlos
- Schuldner und Insolvenzberatungsstellen → meist kostenlos
- Verbraucherzentralen → teilweise kostenpflichtig
- Österreich
- Staatlich anerkannte Schuldenberatungsstellen → kostenlos
- Fonds Soziales Wien → kostenlos
- Caritas oder Volkshilfe → kostenlos
Sie helfen dir beim Überblick, verhandeln mit Gläubigern, erstellen eventuell Zahlungspläne – und geben dir das zurück, was dir Schulden genommen haben: Ruhe im Kopf.
Schulden zu haben ist okay. Sie ignorieren aber nicht.
Und je früher du aufräumst, desto schneller wird’s wieder ruhiger im Kopf.
Also: Schluss mit der Vogel-Strauß-Taktik. Kopf aus dem Sand und los geht’s. Du schaffst das.
Fazit – fang einfach an
So. Du hast’s bis hierher geschafft – und das allein verdient schon Applaus (und vielleicht ein Stück Kuchen).
Du weißt jetzt: Finanzen in den Griff bekommen heißt nicht: „Leben im Verzichts Modus“, sondern endlich Klarheit, Kontrolle und kein Herzklopfen mehr beim Blick aufs Konto.
Du hast jetzt Tools, Tipps und vielleicht sogar ein bisschen Bock bekommen, deine Zahlen zu feiern statt zu fürchten.
Und ja, der Weg ist kein Sprint – sondern eher wie ein steiler Wanderweg. Man kommt ins Schwitzen, hat ab und zu keine Lust mehr… aber wenn du oben angekommen bist und auf deine finanzielle Aussicht blickst, weißt du: Es hat sich gelohnt.
Letzter Gedanke zum Mitnehmen
Du brauchst nicht alles perfekt machen.
Aber du musst anfangen. Und zwar heute und nicht irgendwann.
Denn irgendwann kommt vielleicht nie und dann ist es zu spät.
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Und wenn du jetzt sagst: „Ich will wirklich was ändern, aber weiß noch immer nicht genau wie“ – dann fang einfach nochmal von vorne mit dem ersten Tipp an. Ganz einfach.
Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal, Ciao!









